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Mehrere deutsche Banken wickeln Zahlungen für illegale Online-Casinos ab, wie Recherchen von NDR und SZ im Zuge der "Paradise Papers" gezeigt haben.

Einige Banken wollen Konsequenzen ziehen - wohl auch, weil sich Staatsanwaltschaften und Behörden eingeschaltet haben.

Von Philipp Eckstein, Jan Lukas Strozyk und Benedikt Strunz, NDR Deutsche Banken, die Umsätze mit illegalen Online-Casinos machen, geraten weiter unter Druck.

Grund ist die Berichterstattung im Zuge der "Paradise Papers", die gezeigt hatte, dass zahlreiche Institute sich an den Zahlungen für Casinos beteiligen.

Inzwischen ist die Bankenaufsicht Ba Fin aktiv geworden.

Die Staatsanwaltschaft München teilte zudem mit, dass sie Ermittlungen gegen eine beteiligte Bank, die Wirecard, prüfe.

Nach Recherchen von Das niedersächsische Innenministerium, das in dem Bereich für die Länder die Aufsicht führt, teilte auf Nachfrage mit, dass es mit einigen Zahlungsdienstleistern und Banken in Kontakt stehe.

Zudem hätten sich Banken mit der Frage nach rechtlicher Einordnung an das Ministerium gewandt, offenbar um eigene Geschäfte zu überprüfen.

Zu konkreten Maßnahmen wollte sich das Ministerium nicht äußern.

Die Ba Fin erklärte, dass sie "unmittelbar nachdem die Vorwürfe bekannt geworden sind" mit allen betroffenen Banken Kontakt aufgenommen habe, um deren Geschäftsbeziehungen zu Glücksspielanbietern zu überprüfen.

Zu den konkreten Ergebnissen wollte man keine Angaben machen.

Allgemein sagte ein Sprecher: "Würde sich anlässlich einer Prüfung ergeben, dass der Kunde unerlaubt Glücksspiel anbietet, wäre eine Kontoführung für ein solches Unternehmen zu unterlassen." Online-Glücksspiel ist in Deutschland in den meisten Fällen illegal.